Heimstatt Clemens August

Exkursion zur Schweger Mühle

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Im Rahmen ihrer Unterrichtseinheit „Von der Windmühle zum Windrad“ besuchte besuchte eine Klasse der Hauptstufe der Tagesbildungsstätte im Juli die „Schweger Mühle“ und erlebte dort einen interessanten und erlebnisreichen Vormittag. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht:

Der Müller begrüßte uns mit dem typischen Gruß „Glück zu“. Er erklärte uns, dass dieser Gruß entstand, da die Müller viel Glück brauchten, z.B. dass die Wetterverhältnisse stimmen und genügend Wind vorhanden ist.

Der Sögelboden zeigt den Bereich, in dem die Pferdekutschen ein- und zur anderen Seite wieder herausfahren konnten, um ihre Getreidesäcke abzugeben und das gemahlene Mehl wieder anzunehmen.

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Rowan durfte den Getreidesack mit Hilfe des Seilzuges in die zweite Ebene, den Mehlboden, ziehen. Der Müller erzählte uns, dass viele Müller durch diese Falltür gefallen sind. Deshalb öffnete sie sich zum Schutz dieser nach oben.

Die Mühle wurde auch immer von vielen Mäusen bewohnt, so dass der Müller eine Menge Fallen aufstellen musste. Wir fanden insgesamt acht verschiedene Fallen mit leblosen (Gummi-)mäusen! Außerdem waren Katzen in der Mühle als Mäusefänger erlaubt und gern gesehen.  Auch Eulen suchten wegen der Mäusebeute gerne die Mühle auf.

Der Faulstein befindet sich auf dem Steinboden. Hier erklärte uns der Müller den Mahlgang.

Delana durfte ihre Kräfte beweisen und den schweren Sack hochziehen. Kevin spürte, wie schwer dieser Sack ist, da er an dem Seil zog und der Mehlsack ihm entgegenschnellte.

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Weiter ging es zur Galerie. Dort waren wir zunächst beeindruckt von der Größe der Flügel. Wir hatten einen weiten Blick über die umliegenden Felder und Wiesen.

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Der Müller löste die Segel. Dafür kletterte er mutig am Flügel hoch. Er befestigte die „Fräschen“ (die Schlaufen) des Segels an den Flügeln.

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Am unteren Ende waren auch die Schüler mutig undtrauten sich, die restlichen Fräschen zu befestigen. Anschließend wurden die Seile hinten befestigt.

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Nun löste der Müller die Bremse und setzt die Flügel mit einem kraftvollen Einsatz in Bewegung.

Um den nächsten Flügel zu bespannen benötigten Justin und Martina ihre ganze Muskelkraft, um die Windmühle zu bremsen.

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Am zweiten Flügel half Meliena, die Seile festzuzurren. Diesmal schob Delana die Flügel an, um die Windmühle in Gang zu bekommen. Der Müller löste abermals die Bremse und gemeinsam wurden die Flügel unter großer Anstrengung in Bewegung gesetzt.

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Wir waren alle beeindruckt von Fabians Wissen. Er erklärte uns die unterschiedlichen Zahnräder:

Der Wind setzt die Flügel in Bewegung, diese Kraft wird auf die Flügelwelle übertragen und setzt das Kammrad in Bewegung. Die Königswelle wird in Bewegung gesetzt, dadurch wird das Stirnrad ebenfalls bewegt.

Der Müller fügte noch hinzu, dass die Königswelle auf einem 2-Cent-Stück-kleinen Punkt aufliegt. Über die Spindel wird dann letztlich der Mühlstein in Bewegung gesetzt, der Mahlgang kann beginnen.

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„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach – klipp, klapp.“ Dieses Lied kennt jedes Kind. Hier erfuhren wir, dass das Klappern vom Rüttelschuh erzeugt wird, der immer hin und her schlug und alle Mühlen klappern ließ.Durch den Trichter wird das Getreide in den Rüttelschuh geleitet, in das Auge des Mühlsteins. Dort wird es dann gemahlen.

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Alle Ebenen wurden über steile Treppen erklommen, die nur rückwärts wieder zum Abstieg betreten werden konnten. Früher nutzten die Müller die Handläufe, um auf ihnen in die untere Ebene zu rutschen.

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Das Mehl wurde durch die Pfeife in die Säcke gefüllt. Dafür wurde die Sperre gelöst.

Im Vollkornmehl sind noch sämtliche Bestandteile des Getreides vorhanden.

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Mittags stärkten wir uns mit einer kräftigen Brotzeit im Göbelhaus. Anschließend besichtigten wir die „glücklichen“ Hühner der Mühle.

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Im Getreidelehrpfad informierten wir uns über die verschiedensten Getreidesorten und erfuhren dabei, dass  Buchweizen ein Knöterichgewächs und kein Getreide ist.

Diese Exkursion hat uns allen rund um gut gefallen und muss auf jeden Fall wiederholt werden. Wir lernten viel und hatten viel Freude.

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